Herzinfarkt: In Berlin sind die Überlebenschancen am größten

Wie die medizin-online.de berichtet, zeigt der aktuelle Herzbericht, dass die Versorgung von Infarktpatienten in Deutschland regional sehr stark variiert.


Vergleichsweise gute Aussichten, nicht an einem Herzinfarkt zu versterben, haben die Berliner, Schleswig-Holsteiner und Hessen (mit 23, 54 bzw. 55 Todesfällen nach Herzinfarkt pro 100 000 Einwohner). Besonders gefährlich in Sachen Herzinfarktmortalität lebt es sich in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen (106, 104 und 94 Todesfälle pro 100 000 Einwohner).
Bis auf Kreisebene, so die MMW, rechnet der aktuelle Herzbericht regionale Unterschiede vor: Die niedrigsten Sterbeziffern aufgrund von Herzerkrankungen waren in Berlin (66% unter dem Bundesdurchschnitt) sowie den Landkreisen Nordfriesland (-50,5%) und Stormarn (-46,7%). Die größten Überschreitungen der bundesdurchschnittlichen Sterbeziffer zeigten die Landkreise Schönebeck (+132%), Ostprignitz-Ruppin (+91,2%) und Spree-Neiße (+84,3%).
Auch die verfügbaren Versorgungsstrukturen variieren ganz erheblich im Bundesvergleich: Am stärksten über dem Bundesdurchschnitt liegt die Häufigkeit von Herzoperationen im Saarland (+32%), in Hamburg (+22,%) und in Sachsen-Anhalt (+19,4%). Bei den Katheterinterventionen (PCI) liegt Berlin an der Spitze (+29,8%), Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt (-24,5%).

 

Quelle: MMW-Fortschr. Med. 2008; 44(150):6

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